Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
TEIL 1: AGB für Events & Miete (Projektgeschäft)
ALLGEMEINE GESCHÄFTSBEDINGUNGEN
Lumynos Labs GmbH
Kolonnenstraße 8
10827 Berlin
Allgemein
Alle zwischen der Lumynos Labs GmbH (nachfolgend „Auftragnehmer“) und dem Vertragspartner (nachfolgend „Auftraggeber“) geschlossenen Verträge unterliegen ausschließlich nachstehenden allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend AGB). Hinweise auf anderslautende Geschäfts- bzw. Einkaufsbedingungen werden hiermit ausdrücklich widersprochen. Diese AGB gelten auch für alle zukünftigen Geschäfte zwischen dem Auftragnehmer und Auftraggeber, ohne dass erneut auf deren Gültigkeit hingewiesen werden muss. Davon abweichende Vereinbarungen bedürfen zur Wirksamkeit der Schriftform.
Vertragsschluss
Der Auftragnehmer stellt dem Auftraggeber ein physisches Live Marketing- oder virtuelles Marketing-Tool, inkl. aller im Angebot genannten Leistungen und Spezifikationen zur Verfügung (nachfolgend sind alle im Angebot aufgeführten Positionen zusammen als “Marketing Tool” bezeichnet). Ein Vertrag kommt durch die schriftliche Bestätigung des Auftraggebers unter Einhaltung der jeweils zugrundeliegenden Angebotsgültigkeit zustande. Der Zeitraum der Nutzung des Marketing-Tools ist im Angebot definiert.
Vergütung, Fristen
Alle hier genannten und im Angebot aufgeführten Preise verstehen sich zzgl. der jeweils gültigen Umsatzsteuer. Kosten, die nicht im Angebot aufgeführt, für eine erfolgreiche Zustellung oder Nutzung des Marketing-Tools aber zwingend notwendig sind (z. B. Zölle, Gebühren, Steuern), müssen vom Auftraggeber entsprechend in Erfahrung gebracht und bezahlt werden. Der Auftraggeber hat dem Auftragnehmer den im Angebot definierten Preis zu zahlen. Der Preis wird nach Unterschrift des Angebots mit einem Zahlungsziel von 14 Tagen fällig. Diese Regelung tritt außer Kraft, falls andere Zahlungsbedingungen im Angebot festgehalten wurden. Mit Ablauf der 14-tägigen Zahlungsfrist kommt der Auftraggeber ohne Mahnung direkt in Verzug. Alle auf der Vorkassenzahlung basierten Rabatte entfallen ersatzlos und der ursprüngliche Rechnungsbetrag wird fällig. Im Rahmen dieses Verzuges fallen folgende Kosten für den Auftraggeber an:
- Der Preis ist im Zeitraum des Verzugs mit dem aktuell geltenden Verzinsungssatz (derzeit 9 Prozentpunkte über dem gesetzlichen Basiszinssatz) zu verzinsen.
- Wie in § 288 Abs. 5 BGB definiert, wird eine Verzugspauschale in Höhe von 40,00 € berechnet.
- Zusätzliche Aufwände für Material & Porto für den postalischen Versand des Mahnschreibens werden dem Auftraggeber in Rechnung gestellt.
Wird bei der Nutzung eines physisch bereitgestellten Marketing Tools (z. B. Touch-System oder Foto-System), dieses nicht wie unter "Mitwirkungspflichten" definiert innerhalb des vereinbarten Zeitraums zurückgegeben, hält der Auftragnehmer sich offen, dem Auftraggeber für jede weitere Stunde außerhalb der Frist 50,00 € und maximal den vereinbarten Tagesmietpreis pro Verzugstag in Rechnung zu stellen.
Eigentumsvorbehalt
Die Ware bleibt während des gesamten Mietzeitraums Eigentum des Auftragnehmers.
Mitwirkungspflichten
Für die Erfüllung aller im Angebot aufgeführten Leistungen besteht eine Mitwirkungspflicht des Auftraggebers. Der Auftragnehmer weist ausdrücklich darauf hin, dass er für deren Erfüllung keinerlei Haftung übernimmt, diese für den ordnungsgemäßen Gebrauch des Marketing-Tools allerdings zwingend erforderlich ist:
- Rechtzeitige Lieferung aller gewünschter Design- und Programmierspezifikationen im vorgegebenen Dateiformat, spätestens jedoch bis sieben Werktage vor dem zuvor definierten Auftragsbeginn.
- Bereitstellung einer stabilen Internetverbindung am Aufstellort des Live-Marketing-Tools. Es muss eine durchgehende Leistung von mindestens 50 Mbit/s im Download und 25 Mbit/s im Upload gewährleistet sein. Diese Bandbreite muss exklusiv für das Endgerät zur Verfügung stehen und darf nicht als allgemeine Leitung (Shared Line) genutzt werden.
- Bereitstellung einer Stromverbindung (220V) am Aufstellort.
- Nennung aller wesentlichen Faktoren, die für den Aufbau, den Abbau, die Anlieferung und den Einsatz des physischen Marketing-Tools ausschlaggebend sind, spätestens sieben Werktage vor dem Start des Events.
- Annahme des physischen Marketing-Tools an einem im Einvernehmen beider Parteien definierten Ort. Der Auftraggeber muss dort im Zeitfenster von 9.00 – 17.00 Uhr für den Auftragnehmer oder eine dritte, vom Auftragnehmer beauftragte Partei erreichbar sein. Ein davon abweichendes Zeitfenster muss vom Auftraggeber mit drei Werktagen Vorlaufzeit schriftlich beantragt werden und ist mit Zusatzkosten verbunden, die ihm in Rechnung gestellt werden.
- Übergabe des physischen Marketing-Tools an einem im Einvernehmen beider Parteien definierten Ort. Der Auftraggeber muss dort im Zeitfenster von 9.00 – 18.00 Uhr für den Auftragnehmer oder eine dritte, vom Auftragnehmer beauftragte Partei erreichbar sein. Ein davon abweichendes Zeitfenster muss vom Auftraggeber mit drei Werktagen Vorlaufzeit schriftlich beantragt werden und ist mit Zusatzkosten verbunden, die ihm in Rechnung gestellt werden.
- Ausreichende und gleichmäßige Beleuchtung der Aktionsfläche, insofern ein physisches Foto-System gebucht wurde.
- Der Auftraggeber verpflichtet sich, das physische Marketing-Tool am Tag der Abholung an den Versandpartner des Auftragnehmers zu übergeben. Eine Abholung erfolgt in der Regel zwischen 9.00 Uhr und 17.00 Uhr. Für Fehlanfahrten, also Anfahrten, bei denen der Auftraggeber nicht zur Übergabe des physischen Foto-Marketing-Tools anwesend ist, werden dem Auftraggeber 49,00 EUR in Rechnung gestellt.
Stornierung und Kündigung
1. Bei Kaufverträgen und Langzeitmieten (über 2 Wochen): Da die Hardware-Systeme individuell für den Auftraggeber gefertigt, konfiguriert und für den Zeitraum geblockt werden, ist eine Stornierung oder ordentliche Kündigung des Vertrages nach Vertragsschluss ausgeschlossen. Mit Zustandekommen des Vertrages (Unterschrift des Angebots oder Zugang der Auftragsbestätigung) wird die volle Vergütung zu 100 % fällig, unabhängig davon, ob der Auftraggeber das Produkt abnimmt oder nutzt. Dies gilt sowohl für den Kauf von Waren als auch für Mietverträge mit einer vereinbarten Laufzeit von mehr als 2 Wochen.
2. Bei Kurzzeitmieten (bis zu 2 Wochen Mietdauer): Nur bei Mietverträgen mit einer Laufzeit von maximal 2 Wochen (z. B. Event-Einsätze) räumt der Auftragnehmer dem Auftraggeber ein vertragliches Stornierungsrecht ein. Die Stornierung muss schriftlich erfolgen. In diesem Fall werden folgende Stornierungsgebühren fällig:
- Stornierung bis zum 30. Tag vor Mietbeginn: 30 % des Auftragswertes.
- Stornierung ab dem 21. Tag vor Mietbeginn: 50 % des Auftragswertes.
- Stornierung ab dem 14. Tag vor Mietbeginn: 80 % des Auftragswertes.
- Stornierung ab dem 6. Tag vor Mietbeginn: 100 % des Auftragswertes.
Das Recht zur Kündigung aus wichtigem Grund (außerordentliche Kündigung) bleibt für beide Parteien unberührt.
Behandlung der Mietsache
Der Auftraggeber ist dazu verpflichtet, das Produkt pfleglich zu behandeln, vor Schmutz und Fremdeinwirkung zu schützen und vollständig gereinigt zurückzugeben. Das Produkt / Marketing-Tool darf im Freien nur in überdachten Bereichen verwendet werden. Es ist auf einem ebenen, festen Untergrund aufzubauen. Ebenso sind die Umgebungsbedingungen zu beachten. Dem Auftraggeber ist es untersagt:
- Die Produkte / Marketing Tools weiter zu lizenzieren oder zu verkaufen.
- Die Produkte / Marketing Tools Regen, Feuchtigkeit, übermäßiger Kälte/Hitze, einer relativen Luftfeuchtigkeit von über 75 % oder direktem Sonnenlicht auszusetzen. Für eine optimale Systemstabilität wird eine Umgebungstemperatur von 15 – 30 Grad Celsius empfohlen.
Haftung des Auftragnehmers
Der Auftragnehmer haftet – gleich aus welchem Rechtsgrund – bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit. Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Auftragnehmer nur:
- für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.
- für Schäden aus der Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Verpflichtung, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Vertragspartner regelmäßig vertraut und vertrauen darf); in diesem Fall ist die Haftung vom Auftragnehmer jedoch auf den Ersatz des vorhersehbaren, typischerweise eintretenden Schadens begrenzt. Die sich aus diesem Absatz ergebenden Haftungsbeschränkungen gelten nicht, soweit der Auftragnehmer einen Mangel arglistig verschwiegen oder eine Garantie für die Beschaffenheit der Ware übernommen hat. Das Gleiche gilt für Ansprüche des Auftraggebers nach dem Produkthaftungsgesetz.
Im Übrigen übernimmt der Auftragnehmer keine Haftung für:
- einen möglichen Ausfall der mobilen Internetverbindung sowie dadurch etwaige entstehende wirtschaftliche Einbußen des Auftraggebers.
- einen möglichen Ausfall der Technik des Foto-Marketing-Tools sowie dadurch etwaige entstehende wirtschaftliche Einbußen des Auftraggebers.
- die Bildqualität der Fotos des Marketing-Tools. Diese ist von den jeweiligen Lichtverhältnissen sowie dem Hintergrund (z. B. Greenscreen) abhängig und kann deshalb variieren.
Support, Reparaturen, Diebstahl
Der Auftraggeber haftet für seine Veranstaltungsteilnehmer, Besucher und Nutzer des Marketing-Tools im Falle einer Beschädigung. Wird ein Produkt beschädigt (z. B. Verbeulen oder starkes Verkratzen), so übernimmt der Auftraggeber sämtliche Kosten für den durch den Auftragnehmer oder einen externen Dienstleister ausgeführten Reparatur aller entstandenen Schäden. Die Kosten für die Reparaturen richten sich nach der in Anlage 1 beigefügten Preisliste (sofern vorhanden). Der Auftraggeber ist dazu verpflichtet, das Produkt unmittelbar nach Ankunft an dem definierten Ort auf Beschädigungen zu überprüfen. Im Schadensfall muss der Auftraggeber unmittelbar eine Schadensmeldung in Schriftform oder über die Support-Hotline (Tel. +4930 5200 45 824; Erreichbarkeit: Mo.–Fr. von 09.00 – 18.00 Uhr) an den Auftragnehmer übermitteln. Durch die Nutzung des Marketing-Tools ohne vorherige Schadensmeldung erklärt der Auftraggeber das Live-Marketing Tool als schadenfrei. Im Falle eines Defekts ist der Auftraggeber dazu verpflichtet, unmittelbar die Support Hotline zu kontaktieren (Tel. +4930 5200 45 824). Dem Auftraggeber ist es untersagt, das Live-Marketing Tool in seiner Ausgangsform zu verändern und auseinanderzubauen / auseinanderzunehmen, es sei denn, dies wurde im Rahmen eines schriftlich mit dem Auftragnehmer vereinbarten Reparaturprozesses ausnahmsweise genehmigt. Der Auftragnehmer bietet dem Auftraggeber grundsätzlich kostenlosen Support per Telefon und Fernwartung, insofern es sich um ein Mietgeschäft handelt und wenn es sich inhaltlich um Probleme handelt, die der Auftragnehmer zu verantworten hat. Der Support ist von Montag - Freitag, in der Zeit von 9 bis 18 Uhr erreichbar, vorrangig via Live-Chat, erreichbar über die Website. Jede weitere Serviceleistung – z. B. im Bereich Support, Grafik, Programmierung, konzeptioneller Beratung – die darüber hinausgeht, wird auf der Basis eines individuellen Kostensatzes abgerechnet. Bei einer notwendigen Anfahrt zum Standort des Live-Marketing-Tools werden für die Fahrt ein Stundensatz i.H.v. 79,00 € und eine Kilometerpauschale i.H.v. 0,40 €/km berechnet.
Wird das genutzte Produkt, die dazugehörige Soft- und Hardware oder anderweitig überlassene Leistungsbestandteile gestohlen bzw. geht diese Ware verloren, so haftet der Auftraggeber für die Wiederbeschaffung der Geräte. Bemessungsgrundlage ist dabei der jeweilige Neuwert.
Nennung der Kunden-Referenz
Der Auftragnehmer ist berechtigt, auf seiner Internetpräsenz, auf seinen in den sozialen Netzwerken angelegten Seiten (insbesondere in Facebook, Twitter, Instagram, LinkedIn, TikTok) sowie in Print-Werbematerialien (wie z. B. Broschüren, Plakaten und Flyern) den Auftraggeber als Referenzkunden zu nennen. Die Nennung des Auftraggebers schließt insbesondere, aber nicht ausschließlich folgende Aspekte mit ein:
- Nennung von Wort & Bildmarke
- Veröffentlichung der Kennzahlen des Marketing Tool Einsatzes (z. B. Anzahl der Ausdrucke, Anzahl der Fotos, Anzahl der gesammelten E-Mail-Adressen, Anzahl der Fotos, die über Social Media geteilt wurden, etc.).
- Veröffentlichung einer Beschreibung der Aktion.
- Veröffentlichung von Darstellungen, Renderings oder Fotos der Marketing-Tools. Folgen, die sich aus der Nutzung der oben genannten Aspekte ergeben, können dem Auftragnehmer nicht zur Last gelegt werden.
Data protection
Der Auftraggeber verpflichtet sich dazu, alle vom Auftragnehmer zur Verfügung gestellten Dokumente und Dateien (z. B. Angebote, Kundenbeispiele, Layoutvorlagen) streng vertraulich zu behandeln und nicht an Dritte weiterzugeben. Der Auftraggeber übernimmt die Haftung für sämtliche Inhalte, die dem Auftragnehmer zur Weiterverarbeitung übermittelt werden, hinsichtlich aller in Betracht kommender Rechte (wie z. B. Persönlichkeitsrechte, Marken- und Designrechte, Urheberrechte, etc.). Der Auftraggeber übernimmt die Haftung für das während der Nutzungsdauer entstandene Bild- und Videomaterial sowie den Inhalt der dort abgebildeten Situationen. Alle mit den Marketing-Tools generierten Inhalte werden innerhalb von 30 Tagen nach dem Ende der Nutzung vom Auftragnehmer automatisch gelöscht. Nur auf schriftliche Nachfrage des Auftraggebers vor dem Nutzungszeitraum, werden die Fotos unmittelbar nach dem Nutzungszeitraum, also vor automatischer Löschung, an diesen herausgegeben. Der Auftraggeber ist dazu verpflichtet, die Freigabe für die Veröffentlichung der mit dem Marketing-Tool erstellten Fotos und die Weiterverwendung der Nutzerdaten (z. B. E-Mail-Adressen) selbst zu überprüfen. Der Auftragnehmer übernimmt keine Haftung für die Weiterverwendung der Daten. Der Auftraggeber ist hierbei stets verpflichtet, die Regularien der einschlägigen Datenschutzbestimmungen einzuhalten.
Expresszuschläge
Alle vom Auftraggeber gewünschten Design- und Programmierspezifikationen müssen im vorgegebenen Dateiformat dem Auftragnehmer bis spätestens sieben Werktage vor dem Zeitraum der Nutzung zur Verfügung gestellt werden. Erfolgt eine spätere Anlieferung, wird dem Auftraggeber zusätzlich eine Expressgebühr von 150,00 € zzgl. 19 % MwSt. in Rechnung gestellt. Findet eine Buchung weniger als 7 Arbeitstage vor dem Start der Nutzung statt, so tritt diese Regelung außer Kraft und es fällt stattdessen eine zusätzliche Bearbeitungsgebühr in Höhe von 10% auf den Gesamtbetrag des Angebots an.
Schlussbestimmungen
Es gilt ausschließlich deutsches Recht. Gegenüber einem Verbraucher gilt diese Rechtswahl nur insoweit, als dadurch keine zwingenden gesetzlichen Bestimmungen des Staates, in dem er seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt hat, eingeschränkt werden. Sofern es sich beim Auftraggeber um einen Kaufmann, eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder um ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen handelt, ist Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus Vertragsverhältnissen zwischen dem Auftraggeber und dem Auftragnehmer der Sitz des Auftragnehmers. Dies gilt auch, sofern der Auftragnehmer keinen allgemeinen Gerichtsstand in Deutschland oder der EU hat, oder sein Wohnsitz oder sein gewöhnlicher Aufenthalt im Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt ist. Sollten einzelne Bestimmungen dieses Vertrages unwirksam oder undurchführbar sein oder nach Vertragsschluss unwirksam oder undurchführbar werden, bleibt davon die Wirksamkeit des Vertrages im Übrigen unberührt. An die Stelle der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung soll diejenige wirksame und durchführbare Regelung treten, deren Wirkungen der wirtschaftlichen Zielsetzung am nächsten kommen, die die Vertragsparteien mit der unwirksamen bzw. undurchführbaren Bestimmung verfolgt haben. Die vorstehenden Bestimmungen gelten entsprechend für den Fall, dass sich der Vertrag als lückenhaft erweist.
Stand: Januar 2026
TEIL 2: Online-Shop AGB
Allgemeine Geschäftsbedingungen für den Online-Shop unter vydo.io
Lumynos Labs GmbH Kolonnenstraße 8 10827 Berlin Deutschland
Telefon: +4930 5200 45 824
E-Mail: mail@lumynoslabs.com
(nachfolgend: Anbieter)
für den Verkauf von Produkten an Unternehmer (nachfolgend: Kunden)
Geltungsbereich
Der Verkauf der Produkte des Anbieters, die über den Online-Shop unter der oben genannten URL angeboten werden, erfolgt ausschließlich auf der Grundlage der nachfolgenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) in der zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses gültigen Fassung. Die vorliegenden AGB gelten ausschließlich. Von diesen AGB abweichende Geschäftsbedingungen des Kunden gelten nicht, es sei denn, dass der Anbieter und der Kunde dies ausdrücklich vereinbart haben. Sofern nichts anderes vereinbart ist, gelten die vorliegenden AGB auch für die folgenden Verträge: Lieferung von Waren mit digitalen Elementen.
Begriffsbestimmung, Eingrenzung
Unternehmer im Sinne dieser AGB ist eine natürliche oder juristische Person oder eine rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss eines Rechtsgeschäfts in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt. Vertragsgegenstand ist die Einmallieferung von Waren, die nicht vorgefertigt sind und für deren Herstellung eine individuelle Auswahl oder Bestimmung durch den Verbraucher maßgeblich ist oder die eindeutig auf die persönlichen Bedürfnisse des Verbrauchers zugeschnitten sind.
Vertragsschluss
Die Angebote auf der Webseite des Anbieters stellen eine unverbindliche Aufforderung an den Kunden dar, Produkte (Waren/Dienstleistungen) zu bestellen. Durch das Absenden der Bestellung (Klick auf den Button „Kauf“) auf der Webseite des Anbieters gibt der Kunde ein verbindliches Angebot auf einen Vertragsschluss ab. Die Bestätigung des Eingangs der Bestellung folgt unmittelbar nach dem Absenden der Bestellung und stellt grundsätzlich noch keine Vertragsannahme dar. Der Anbieter kann die Annahme innerhalb von fünf Tagen erklären, indem er eine schriftliche Auftragsbestätigung oder eine Auftragsbestätigung in Textform (E-Mail) übermittelt, wobei insoweit der Zugang der Auftragsbestätigung beim Kunden maßgeblich ist, oder indem der Anbieter die bestellte Ware liefert, wobei insoweit der Zugang der Ware beim Kunden maßgeblich ist, oder indem der Anbieter den Kunden nach Abgabe der Bestellung zur Zahlung auffordert. Liegen mehrere der vorgenannten Alternativen vor, kommt der Vertrag in dem Zeitpunkt zustande, in dem eine der vorgenannten Alternativen zuerst eintritt. Erklärt der Anbieter die Annahme innerhalb vorgenannter Frist nicht, so gilt dies als Ablehnung mit der Folge, dass der Kunde nicht mehr an seine Willenserklärung gebunden ist. Bei der Abgabe eines Angebots über das Online-Bestellformular des Anbieters wird der Vertragstext vom Anbieter gespeichert und dem Kunden nach Absendung seiner Bestellung nebst den vorliegenden AGB in Textform (z.B. E-Mail, Fax oder Brief) zugeschickt. Zusätzlich wird der Vertragstext auf der Internetseite des Anbieters archiviert und kann vom Kunden über sein passwortgeschütztes Kundenkonto unter Angabe der entsprechenden Login-Daten kostenlos abgerufen werden, sofern der Kunde vor Absendung seiner Bestellung ein Kundenkonto im Online-Shop des Anbieters angelegt hat. Vor verbindlicher Abgabe der Bestellung über das Online-Bestellformular des Anbieters kann der Kunde seine Eingaben laufend über die üblichen Tastatur- und Mausfunktionen korrigieren. Darüber hinaus werden alle Eingaben vor der verbindlichen Abgabe der Bestellung noch einmal in einem Bestätigungsfenster angezeigt und können auch dort mittels der üblichen Tastatur- und Mausfunktionen korrigiert werden. Für den Vertragsschluss stehen die deutsche und die englische Sprache zur Verfügung.
Besondere Bestimmungen für den Verkauf von Waren mit digitalen Elementen
Waren mit digitalen Elementen im Sinne dieser AGB sind Produkte, die digitale Inhalte oder digitale Dienstleistungen (nachfolgend „digitale Produkte“) in einer Weise enthalten oder derart damit verbunden ist, dass die Ware ihre Funktionen ohne sie nicht erfüllen kann. Der Anbieter schuldet neben der Lieferung der Ware die Bereitstellung der digitalen Inhalte. Die Regelungen über die „Besonderen Bestimmungen für den Verkauf digitaler Inhalte“ gelten hierbei entsprechend.
Besondere Bedingungen für die Verarbeitung von Waren nach bestimmten Vorgaben des Kunden
Ist dem Inhalt des Vertrages nach seitens des Anbieters neben der Warenlieferung auch die Verarbeitung der Ware nach bestimmten Vorgaben des Kunden geschuldet, hat der Kunde dem Anbieter alle für die Verarbeitung erforderlichen Inhalte wie Texte, Bilder oder Grafiken in den vorgegebenen Dateiformaten, Formatierungen, Bild- und Dateigrößen zur Verfügung zu stellen und ihm die hierfür erforderlichen Nutzungsrechte einzuräumen. Für die Beschaffung und den Rechteerwerb an diesen Inhalten ist allein der Kunde verantwortlich. Der Kunde erklärt und übernimmt die Verantwortung dafür, dass er das Recht besitzt, die überlassenen Inhalte zu nutzen. Er trägt insbesondere dafür Sorge, dass hierdurch keine Rechte Dritter verletzt werden, insbesondere Urheber-, Marken- und Persönlichkeitsrechte. Der Kunde stellt den Anbieter von Ansprüchen Dritter frei, die diese im Zusammenhang mit einer Verletzung ihrer Rechte durch die vertragsgemäße Nutzung der Inhalte des Kunden durch den Anbieter diesem gegenüber geltend machen können. Der Kunde übernimmt hierbei auch die notwendigen Kosten der Rechtsverteidigung einschließlich aller Gerichts- und Anwaltskosten in gesetzlicher Höhe. Dies gilt nicht, wenn die Rechtsverletzung vom Kunden nicht zu vertreten ist. Der Kunde ist verpflichtet, dem Anbieter im Falle einer Inanspruchnahme durch Dritte unverzüglich, wahrheitsgemäß und vollständig alle Informationen zur Verfügung zu stellen, die für die Prüfung der Ansprüche und eine Verteidigung erforderlich sind. Der Anbieter behält sich vor, Verarbeitungsaufträge abzulehnen, wenn die vom Kunden hierfür überlassenen Inhalte gegen gesetzliche oder behördliche Verbote oder gegen die guten Sitten verstoßen. Dies gilt insbesondere bei Überlassung verfassungsfeindlicher, rassistischer, diskriminierender, beleidigender, jugendgefährdender und/oder gewaltverherrlichender Inhalte.
Behandlung der Ware
Der Kunde ist dazu verpflichtet, das Produkt pfleglich zu behandeln. Wird ein Produkt vor Gefahrenübergang durch Verschulden des Kunden beschädigt, so übernimmt der Kunde sämtliche Kosten für die Reparatur aller entstandenen Schäden. Das Produkt darf im Freien nur in überdachten Bereichen verwendet werden. Es ist auf einem ebenen, festen Untergrund aufzubauen. Ebenso sind die Umgebungsbedingungen zu beachten. Dem Kunden ist es untersagt:
- Die physischen Produkte Regen, Feuchtigkeit, übermäßiger Kälte/Hitze, einer relativen Luftfeuchtigkeit von über 75 % oder direktem Sonnenlicht auszusetzen. Für eine optimale Systemstabilität wird eine Umgebungstemperatur von 15 – 30 Grad Celsius empfohlen.
Stornierung und Kündigung
1. Bei Kaufverträgen und Langzeitmieten (über 2 Wochen): Da die Hardware-Systeme individuell für den Kunden gefertigt, konfiguriert und bereitgestellt werden, ist eine Stornierung oder ordentliche Kündigung des Vertrages nach Vertragsschluss ausgeschlossen. Mit Zustandekommen des Vertrages (Bestellung/Auftragsbestätigung) wird die volle Vergütung zu 100 % fällig, unabhängig davon, ob der Kunde das Produkt abnimmt oder nutzt. Dies gilt sowohl für den Kauf von Waren als auch für Mietverträge mit einer Laufzeit von mehr als 2 Wochen.
2. Bei Kurzzeitmieten (bis zu 2 Wochen Mietdauer): Nur bei Mietverträgen mit einer Laufzeit von maximal 2 Wochen räumt der Anbieter dem Kunden ein vertragliches Stornierungsrecht ein. Die Stornierung muss schriftlich erfolgen. In diesem Fall werden folgende Stornierungsgebühren fällig:
- Stornierung bis zum 30. Tag vor dem geplanten Liefertermin: 30 % des Auftragswertes.
- Stornierung ab dem 21. Tag vor dem geplanten Liefertermin: 50 % des Auftragswertes.
- Stornierung ab dem 14. Tag vor dem geplanten Liefertermin: 80 % des Auftragswertes.
- Stornierung ab dem 6. Tag vor dem geplanten Liefertermin: 100 % des Auftragswertes.
Mitwirkungspflichten
Für die Erfüllung aller im Angebot aufgeführten Leistungen besteht eine Mitwirkungspflicht des Kunden. Der Anbieter weist ausdrücklich darauf hin, dass er für deren Erfüllung keinerlei Haftung übernimmt, diese für den ordnungsgemäßen Gebrauch der Produkte allerdings zwingend erforderlich ist:
- Bereitstellung einer stabilen Internetverbindung am Aufstellort. Es muss eine durchgehende Leistung von mindestens 50 Mbit/s im Download und 25 Mbit/s im Upload gewährleistet sein. Diese Bandbreite muss exklusiv für das Endgerät zur Verfügung stehen und darf nicht als allgemeine Leitung (Shared Line) genutzt werden.
- Ausreichende und gleichmäßige Beleuchtung der Aktionsfläche, insofern eine physische Fotobox gebucht wurde.
Nennung der Kundenreferenz
Der Anbieter ist berechtigt, auf seiner Internetpräsenz, auf seinen in den sozialen Netzwerken angelegten Seiten (insbesondere in Facebook, Twitter, Instagram, LinkedIn, TikTok) sowie in Print-Werbematerialien (wie z. B. Broschüren, Plakaten und Flyern) den Kunden als Referenzkunden zu nennen. Die Nennung des Kunden schließt insbesondere, aber nicht ausschließlich folgende Aspekte mit ein:
- Nennung von Wort & Bildmarke
- Veröffentlichung der Kennzahlen des Einsatzes (z. B. Anzahl der Ausdrucke, Anzahl der Fotos, Anzahl der gesammelten E-Mail-Adressen, Anzahl der Fotos, die über Social Media geteilt wurden, etc.).
- Veröffentlichung einer Beschreibung der Aktion.
- Veröffentlichung von Darstellungen, Renderings oder Fotos der Produkte. Folgen, die sich aus der Nutzung der oben genannten Aspekte ergeben, können dem Anbieter nicht zur Last gelegt werden.
Einlösung von Aktionsgutscheinen
Gutscheine, die vom Anbieter im Rahmen von Werbeaktionen mit einer bestimmten Gültigkeitsdauer unentgeltlich ausgegeben werden und die vom Kunden nicht käuflich erworben werden können (nachfolgend "Aktionsgutscheine"), können nur auf der Webseite des Anbieters zu den entsprechenden Konditionen eingelöst werden. Aktionsgutscheine können nur von Verbrauchern eingelöst werden. Einzelne Produkte können von der Gutscheinaktion ausgeschlossen sein, sofern sich eine entsprechende Einschränkung aus dem Inhalt des Aktionsgutscheins ergibt. Reicht der Wert des Aktionsgutscheins zur Deckung der Bestellung nicht aus, kann zur Begleichung des Differenzbetrages eine der übrigen vom Anbieter zur Verfügung gestellten Zahlungsarten gewählt werden. Der Aktionsgutschein wird nicht erstattet, wenn der Kunde die mit dem Aktionsgutschein ganz oder teilweise bezahlte Ware im Rahmen seines gesetzlichen Widerrufsrechts zurückgibt. Der Aktionsgutschein ist übertragbar. Der Anbieter kann mit befreiender Wirkung an den jeweiligen Inhaber, der den Aktionsgutschein einlöst, leisten. Dies gilt nicht, wenn der Anbieter Kenntnis oder grob fahrlässige Unkenntnis von der Nichtberechtigung, der Geschäftsunfähigkeit oder der fehlenden Vertretungsberechtigung des jeweiligen Inhabers hat.
Payment
Es gelten die zum Zeitpunkt der Bestellung auf der Website des Anbieters aufgeführten Preise. Alle Preise gelten exklusive der gesetzlichen Mehrwertsteuer, welche erst im Kassenbereich ersichtlich wird. Es stehen die auf der Webseite des Anbieters aufgeführten Zahlungsmethoden zur Verfügung. Kommt der Kunde in Zahlungsverzug, ist der Anbieter berechtigt, gegenüber Unternehmern Verzugszinsen in Höhe von neun Prozentpunkten über dem Basiszinssatz der Europäischen Zentralbank zu fordern. Für den Fall, dass der Anbieter einen weiteren Verzugsschaden geltend macht, hat der Kunde die Möglichkeit nachzuweisen, dass der geltend gemachte Verzugsschaden überhaupt nicht oder in geringerer Höhe angefallen ist.
Eigentumsvorbehalt
Der Verkäufer behält sich bis zur vollständigen Begleichung aller Forderungen aus einer laufenden Geschäftsbeziehung das Eigentum an der gelieferten Ware vor. Handelt der Kunde als Unternehmer, so ist er zur Weiterveräußerung der Vorbehaltsware im ordnungsgemäßen Geschäftsbetrieb berechtigt. Sämtliche hieraus entstehenden Forderungen gegen Dritte tritt der Kunde in Höhe des jeweiligen Rechnungswertes (einschließlich Umsatzsteuer) im Voraus an den Verkäufer ab. Diese Abtretung gilt unabhängig davon, ob die Vorbehaltsware ohne oder nach Verarbeitung weiterverkauft worden ist. Der Kunde bleibt zur Einziehung der Forderungen auch nach der Abtretung ermächtigt. Die Befugnis des Verkäufers, die Forderungen selbst einzuziehen, bleibt davon unberührt. Der Verkäufer wird jedoch die Forderungen nicht einziehen, solange der Kunde seinen Zahlungsverpflichtungen dem Verkäufer gegenüber nachkommt, nicht in Zahlungsverzug gerät und kein Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt ist.
Lieferung
Die Lieferfristen sind der Webseite des Anbieters zu entnehmen. Auf eventuell abweichende Lieferzeiten weist der Anbieter auf der jeweiligen Produktseite hin. Der Beginn der vom Anbieter angegebenen Lieferzeit setzt die rechtzeitige und ordnungsgemäße Erfüllung der Verpflichtungen des Kunden voraus, insbesondere die korrekte Angabe der Lieferadresse im Rahmen der Bestellung. Werden Waren per Spedition geliefert, so erfolgt – sofern nichts anderes vereinbart ist - die Lieferung "frei Bordsteinkante", das heißt bis zu der Lieferadresse nächstgelegenen öffentlichen Bordsteinkante. Handelt der Kunde als Unternehmer, geht die Gefahr des zufälligen Untergangs und der zufälligen Verschlechterung der verkauften Ware auf den Kunden über, sobald der Anbieter die Sache dem Spediteur, dem Frachtführer oder der sonst zur Ausführung der Versendung bestimmten natürlichen oder juristischen Person übergeben hat.
Gewährleistung
Es gilt die gesetzliche Mängelhaftung. Hiervon abweichend gilt bei Verträgen zur Lieferung von Waren: Handelt der Kunde als Unternehmer,
- hat der Anbieter die Wahl der Art der Nacherfüllung;
- beträgt bei neuen Waren die Verjährungsfrist für Mängel ein Jahr ab Ablieferung der Ware;
- sind bei gebrauchten Waren die Rechte und Ansprüche wegen Mängeln ausgeschlossen;
- beginnt die Verjährung nicht erneut, wenn im Rahmen der Mängelhaftung eine Ersatzlieferung erfolgt. Die vorstehend geregelten Haftungsbeschränkungen und Fristverkürzungen gelten nicht für Schadensersatz- und Aufwendungsersatzansprüche des Kunden, für den Fall, dass der Anbieter den Mangel arglistig verschwiegen hat, für Waren, die entsprechend ihrer üblichen Verwendungsweise für ein Bauwerk verwendet worden sind und dessen Mangelhaftigkeit verursacht haben, sowie bei Verträgen zur Lieferung von Waren mit digitalen Elementen. Darüber hinaus gilt für Unternehmer, dass die gesetzlichen Verjährungsfristen für einen ggf. bestehenden gesetzlichen Rückgriffsanspruch unberührt bleiben. Handelt der Kunde als Kaufmann i.S.d. § 1 HGB, trifft ihn die kaufmännische Untersuchungs- und Rügepflicht gemäß § 377 HGB. Unterlässt der Kunde die dort geregelten Anzeigepflichten, gilt die Ware als genehmigt.
Haftung
Der Anbieter haftet dem Kunden aus allen vertraglichen, vertragsähnlichen und gesetzlichen, auch deliktischen Ansprüchen auf Schadens- und Aufwendungsersatz wie folgt:
- Der Anbieter haftet aus jedem Rechtsgrund uneingeschränkt bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit, bei vorsätzlicher oder fahrlässiger Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, aufgrund eines Garantieversprechens, soweit diesbezüglich nichts Anderes geregelt ist oder aufgrund zwingender Haftung wie etwa nach dem Produkthaftungsgesetz.
- Verletzt der Anbieter fahrlässig eine wesentliche Vertragspflicht, ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt, sofern nicht gemäß vorstehender Ziffer unbeschränkt gehaftet wird. Wesentliche Vertragspflichten sind Pflichten, die der Vertrag dem Anbieter nach seinem Inhalt zur Erreichung des Vertragszwecks auferlegt, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. Im Übrigen ist eine Haftung des Anbieters ausgeschlossen. Vorstehende Haftungsregelungen gelten auch im Hinblick auf die Haftung des Anbieters für seine Erfüllungsgehilfen und gesetzlichen Vertreter. Der Kunde stellt den Anbieter von jeglichen Ansprüchen Dritter – einschließlich der Kosten für die Rechtsverteidigung in ihrer gesetzlichen Höhe – frei, die gegen die Anbieter aufgrund von rechts- oder vertragswidrigen Handlungen des Kunden geltend gemacht werden.
Schlussbestimmungen
Anwendbar ist das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist das Gericht am Sitz des Anbieters zuständig, sofern nicht für die Streitigkeit ein ausschließlicher Gerichtsstand begründet ist. Dies gilt auch, wenn der Kunde keinen Wohnsitz innerhalb der Europäischen Union hat. Der Sitz des Anbieters ist der Überschrift dieser AGB zu entnehmen. Soweit eine Bestimmung dieses Vertrages ungültig oder nicht durchsetzbar ist oder wird, bleiben die übrigen Bestimmungen dieses Vertrages hiervon unberührt.
Stand: Januar 2026
EIL 3: Widerrufsbelehrung & Stornohinweis
Widerrufsbelehrung & Ausschluss der Stornierung Lumynos Labs GmbH
1. Kein Widerrufsrecht im B2B-Verkehr
Das Angebot der Lumynos Labs GmbH richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Da der Verkauf ausschließlich an Unternehmer erfolgt, besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht im Sinne des § 312g BGB. Rückgaben von mangelfreier Ware sind somit grundsätzlich ausgeschlossen.
2. Ausschluss der Stornierung bei Kauf & Langzeitmiete
Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass für Kaufverträge sowie Mietverträge mit einer Laufzeit von über 2 Wochen kein vertragliches Rücktritts- oder Stornierungsrecht gewährt wird. Da unsere Produkte ("Marketing Tools") individuell nach Kundenspezifikation angefertigt, konfiguriert und branding-seitig angepasst werden, ist der Vertrag mit Unterschrift bzw. Auftragsbestätigung bindend. Der Auftraggeber ist zur Abnahme und zur Zahlung von 100 % des vereinbarten Preises verpflichtet, auch wenn er das Produkt nicht mehr benötigt.
3. Stornierung nur bei Kurzzeitmiete (Events)
Lediglich für kurzzeitige Überlassungen (Mietdauer bis maximal 2 Wochen) bieten wir eine gestaffelte Stornierungsmöglichkeit an. Sollten Sie einen solchen Kurzzeit-Mietvertrag vorzeitig beenden wollen, gelten die Stornierungsgebühren gemäß unseren Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB).
Widerrufsrecht für reine Software-Komponenten
(Gilt nur, sofern separate Standard-Softwarelizenzen ohne Hardware-Bezug erworben werden)
Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen, sofern er sich ausschließlich auf die Überlassung von separater Standard-Software bezieht, die nicht Teil eines Hardware-Bundles ist. Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsabschlusses.
Um Ihr Widerrufsrecht für Software auszuüben, müssen Sie uns, der Lumynos Labs GmbH Kolonnenstraße 8 10827 Berlin Deutschland Telefon: +4930 5200 45 824 E-Mail: mail@lumynoslabs.com
mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. ein mit der Post versandter Brief oder eine E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren.
Folgen des Widerrufs (Software): Wenn Sie diesen Vertrag (bezüglich der Software) widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen für die Software erhalten haben, unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist.
Erlöschen des Widerrufsrechts (Software): Das Widerrufsrecht erlischt bei einem Vertrag über die Lieferung von nicht auf einem körperlichen Datenträger befindlichen digitalen Inhalten auch dann, wenn wir mit der Ausführung des Vertrags begonnen haben, nachdem Sie ausdrücklich zugestimmt haben, dass wir mit der Ausführung des Vertrags vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnen, und Sie Ihre Kenntnis davon bestätigt haben, dass Sie durch Ihre Zustimmung mit Beginn der Ausführung des Vertrags Ihr Widerrufsrecht verlieren.
Stand: Januar 2026


